RB Leipzig: Liebe und Hass

Von Christoph Schottes – Niemand liebt Fußballklubs, die als Marketingprojekt auf die cheap jerseys Welt kommen. In einer Großstadt, in der lange kein höherklassiger Fußball zu sehen war, schätzen trotzdem viele die Chance auf guten Sport und attraktive Gegner. – Geschlossene Man kann sich vorstellen, dass ein Buch über RB Leipzig deshalb ein schwieriges, viel diskutiertes Thema in den Programmkonferenzen unseres Hauses war (und ist). Einerseits wollten für wir den Anhängern des neuen Klubs eine erste Vereinsgeschichte bieten, eine Darstellung der ja durchaus spannenden ersten Jahre des „Projekts“ Spitzenfußball in Leipzig, und auch eine Würdigung der aktuellen Mannschaft, des Trainers, des sportlichen Aufstiegs in den letzten Jahren. Andererseits war uns an einer kritischen Auseinandersetzung gelegen: Was genau wird dem neuen Verein bzw. dessen Finanzier Mateschitz eigentlich vorgeworfen, wer sind die handelnden Akteure im Hintergrund, wie reagiert die Liga auf den neuen Mitbewerber, was steckt hinter der teils hoch aggressiven Abwehrreaktion vieler Fußballfans?

Ullrich Kroemer (rechts), dessen Buch viel diskutiert wurde, auf der Buchmesse in Leipzig beim Interview mit Uwe Karte vom MDR.
Ullrich Kroemer (rechts), dessen Buch viel diskutiert wurde, Links am Werkstatt-Stand auf der wholesale jerseys Buchmesse in Leipzig beim Interview mit Uwe Karte vom MDR.

Lange fanden wir keinen überzeugenden Ansatzpunkt für ein Buchprojekt, das dieser widersprüchlichen Gemengelage gerecht werden könnte. Bis Ullrich Kroemer auftauchte. Der Sportjournalist brachte genügend professionelle Distanz cheap jerseys mit – andererseits hat er als schreibender Begleiter des Leipziger Fußballs ein gutes Gespür für die Bedeutung von RBL vor Ort. 30.000 Zuschauer kommen schließlich nicht regelmäßig zu den Heimspielen ins Zentralstadion, weil sie die süßliche Plörre aus Salzburg so toll finden. Sie freuen sich vielmehr über ansehnlichen Fußball, den es in ihrer Stadt auf diesem Niveau lange nicht zu sehen gab.

RB Leipzig als Sündenbock?

Schon die Ankündigung des Buches von Ullrich Kroemer über RBL (erschienen im März diesen Jahres) hat ungewöhnlich heftige Reaktionen hervorgerufen. Unser Eindruck war, dass manche Fans eher reflexhaft auf das Stichwort RB Leipzig reagieren. Voller Abscheu englischen wird dann schon die bloße Beschäftigung mit dem Verein verteufelt. Das war post uns allerdings eher Ansporn, das Buch zu veröffentlichen und zur Diskussion zu stellen.

Das Problem ist vielleicht nicht so sehr der Brausefabrikant aus Österreich, sondern die große Bedeutung des UX Fußballs als Marketing- und Geldmaschine überhaupt. Natürlich gibt es noch die 50+1-Regel. Die ist allerdings ein dürftiges und beständig gefährdetes demokratisches Mäntelchen, siehe z.B. Hannover 96, wo der den Klub finanzierende Hörgeräte-Unternehmer im nächsten Jahr eben doch die Mehrheit übernehmen darf. Unabhängig von 50+1 sind bereits heute viele Vereine de facto abhängig von großen Geldgebern. Und die Unterschiede zwischen russischen Energie- und Rohstoffriesen, deutschen Versicherungen, Speditionen, Autobauern oder Fleischproduzenten sowie österreichischen Getränkeherstellern oder katarischen Flughafenbetreibern sind doch eher nachrangig.

Auch der oft gehörte Vorwurf, einem Verein wie Rasenballsport Leipzig fehle die Tradition, ist wohl von recht zweifelhafter Güte. Jedem Neuanfang fehlt naturgemäß eine lange Geschichte, als Messlatte taugt das Alter eines Fußballklubs wohl nicht.

Derzeitiger Stand der verlagsinternen Leipzig-Diskussion ist daher grob umrissen dieser: 1. Der Aufstieg der Brausetruppe in die erste Liga Wholesale San Francisco 49ers Jerseys wird auch von uns nicht zu verhindern sein. 2. Bedauerlich daran ist vor allem, dass ein weiterer Akteur auftritt, der viel Geld als Argument einsetzt. 3. Ohne einen vernünftigen sportlichen Plan und ohne Jugendarbeit wären die Leipziger nicht in die Position gekommen, die sie heute einnehmen – eine Einsicht, die nicht zuletzt Ullrich Kroemer vermittelt. 4. Red Bull schmeckt nach wie vor nicht. 5. Für Liebe kein Anlass, genau so wenig allerdings für Hass.

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